Das 19. Dreiländerradgiro bescherte den Teilnehmern als auch den Veranstaltern heuer einen  nicht ganz überraschenden Zwischenfall. Die Schweizer Behörden kündigten wenige Wochen vor dem Dreiländerradgiro an, dass laut Gesetz nur 1.500 Teilnehmer die Schweiz überqueren dürften.  Auch nach unzähligen Verhandlungen und Gesprächen konnte nicht wirklich ein Ergebnis bzw. eine Lösung erzielt werden. Nichts desto trotz wurde die Veranstaltung wie geplant durchgeführt.

Eine Absage war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr durchführbar. Das Organisationskomitee wies die Tage vorher darauf hin, dass es zu Problemen in der Schweiz kommen könnte und dass sämtliche Teilnehmer unbedingt einen Personalausweis bzw. gültigen Pass mitführen müssten. Nach ca. 2000 gezählten Bikern schickten die Schweizer Polizisten bzw. Zöllner die Radfahrer wieder zurück Richtung Südtirol. Ein paar wenige (ca. 100 Biker) fuhren dann bei St. Maria wieder über Südtirol zurück nach Nauders. Diese Route wurde dann als Strecke C deklariert. In Nauders wurde dann ein eigenes Ziel für die Stecke C eingerichtet, um zumindest noch eine Zeitnehmung durchführen zu können. Sämtliche andere Fahrer ließen sich nicht beirren und fuhren dennoch die paar Kilometer durch die Schweiz nach Nauders. Als Entschädigung für die "Umkehrenden" gab's dann von den Nauderer Bergbahnen einen Gutschein für einen 6-Tages-Skipass für Nauders. Im Festzelt wurden dann von den Veranstaltern als auch vom Bürgermeister der Gemeinde Nauders immer wieder das Bedauern ausgedrückt.

Nun stellt sich die Frage:

Was wird aus dem legendären und längjährigen Dreiländerradgiro durch Österreich-Italien-Schweiz-Österreich?

Was nächstes Jahr mit dem Dreiländer-Radgiro wird, weiss im Moment leider noch niemand. Wir hoffen natürlich alle auf eine positive und friedliche Lösung. Ein 20-jähriges Jubiläum wäre für Nauders natürlich etwas ganz Besonderes!

Die Gemeinde Nauders sowie der Tourismusverband sind natürlich sehr bemüht, um eine Einigung mit den Schweizer Nachbarn zu finden. Diese Veranstaltung ist für die gesamte Region Tiroler Oberland ein wichtiges touristisches Ereignis. Sollte eine Durchführung durch die Schweiz nicht mehr möglich sein, wird wohl nach einer alternativen Route gesucht. Sobald näheres bekannt wird, werden wir natürlich darüber berichten.